Bücherliebe: Shades of Magic

erstellt am: 20.04.2016 | von: vanndann | in: Buch, Englisch

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Bücher, die ich mehr als einmal lese, sind selten. Bücher, bei denen ich das nur einen Monat nach dem ersten Lesedurchgang mache, noch seltener. Aber V.E. Schwab hat mir ihrer Shades of Magic Reihe genau das gemacht – das hat erst J.K. Rowling vor ihr geschafft, und das ist mittlerweile bitteschön 10 Jahre her. (10 Jahre plus diejenigen, die ich in ewigem denial einfach elegant ignoriere – das ist doch bitte noch nicht soooo lang aus! So alt sind wir doch noch gar nicht!)

Schon alleine die Cover sind saugut 

So schön gemachte Bücher sind beim Anschauen schon ein Erlebnis, ich überlege da sogar, mir die gebundene Ausgabe einfach nachzukaufen. (Was Vanessa? Du liest das nicht gedruckt? Ja was soll ich euch sagen, eigentlich bin ich eh ein richtiger Buch-Snob. E-Reader war einfach nix für mich, woran soll ich da riechen beim Aufmachen? Halt, was soll ich eigentlich aufmachen? Seitdem ich aber aus meinem Koffer lebe, hab ich mir doch so ein Ding angeschafft. Ja mei. Lesen ist halt seitdem einfach nicht mehr so ästhetisch, wie das auf Instagram dargestellt wird!)

Und inhaltlich? Ja magisch halt. MAGISCH. 

In Schwabs Universum gibt es nämlich nicht nur ein London, sondern gleich vier davon. Das graue London, in dem die Magie verloren gegangen ist. Das rote London, das von Zauber und Fantasie lebt und durch dessen Adern pure magische Energie fließt. Das weiße London, in dem Machthunger dazu geführt hat, dass die Luft hier nach Asche und Blut riecht. Und das schwarze London. Über das schwarze London sprechen wir nicht.

Eine abenteuerliche Diebin und ein mysteriöser Reisender

Als das schwarze London vor langer Zeit fiel, wurden die Tore zwischen den Welten verschlossen. Seitdem können nur mehr zwei Leute, die Antari, zwischen den Londons wechseln. Kell ist einer davon – als Botschafter des roten Throns reist er durch die Welten und schmuggelt nebenbei Gegenstände von einer Wirklichkeit in die nächste. Ein gefährliches Spiel, denn das ist eigentlich verboten – und tatsächlich fällt ihm dann auch irgendwann das falsche Ding in die Hände.

Delilah Bard ist die zweite Hauptfigur und überhaupt generell einfach eine BAMF, wie sie im Buche steht (ha, Wortwitz). Sie sagt so coole Sachen wie

“I’d rather die on an adventure than live standing still”

und ist nebenbei eine berüchtigte Diebin im grauen London. So trifft sie dann auch auf Kell, und los geht’s.

Das Buch hat mich einfach nicht mehr losgelassen, die Autorin macht es wirklich extra spannend – ständig sitzt man schreiend vor seinem Buch und schreckt sich über die Dinge, die passieren. Gleichzeitig ist viel Witz, Humor, und auch Intellekt drin verpackt – einfach ein Lesevergnügen. Das ist eine Autorin, die versteht es einfach, zu schreiben. Auch der zweite Teil ist der Wahnsinn – halb hatte ich eigentlich eine lahme Fortsetzung erwartet, die dieselben Ereignisse des ersten Teils wieder aufwärmt (hallo, ja, ich meine euch, Hunger Games, the Maze Runner, etc. – würg gähn ächz). Aber nein! Ohne jetzt zu viel zu verraten – im zweiten Teil spielt die Autorin einfach mit ihren Charakteren, lässt sie sich entwickeln, freut sich einfach, dass sie da sind und dass sie spannende Dinge machen. Meeeeisterhaft gemacht, selten so eine begabte Schriftstellerin im Bezug auf character development und storytelling gesehen. Eins A.

 Bleibt nur noch: auf den dritten Teil warten…

Shades of Magic Bücherliebe

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