Wander-Guide: Schober (1328m)

erstellt am: 14.05.2016 | von: vanndann | in: Berg, Sommer, Wandern

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Schober Berg Österreich

Gibt es Herzensberge? Ich glaube schon. Ehrlich gesagt hab ich da eh mehrere Kandidaten, aber der Schober ist unangefochten auf Platz eins. Schober, mein Herzensberg. Warum jetzt? Weil der so lieb ist! Aber auch aufregend! Von der Ruine Wartenfels aus ist man in circa 40 Minuten schon am Gipfel, aber der Weg ist abwechslungsreich und sogar ein bisschen klettern muss man. Hat man keine Lust auf denselben Weg wieder runter, geht man einfach den Rundweg – und kommt dabei sogar noch bei einem zweiten Gipfel vorbei, dem Frauenkopf (1287m).

Bei fast jedem Besuch zu Hause ist der Schober Pflicht, mindestens zweimal im Jahr stehe ich da auf jeden Fall oben – wenn man bedenkt, dass ich auch nur so ungefähr zweimal im Jahr überhaupt heim komme, schon beachtenswert. Auch die meisten meiner Gäste müssen sich da rauf kämpfen, weil die Aussicht es so, so wert ist. Achtung übrigens wenn ihr da Wanderfaule mitnehmt: fängt man mit dem Weg über den Frauenkopf an, steht unten ein Schild mit Warnhinweisen. Diesen Motivationskiller kann man umgehen, wenn man halt einfach vorher auf den Schober-Gipfel geht.

So, jetzt aber: los mit dem Wander-Guide.

Schober Mountain Austria

Was gibt’s da?

Ein schöner Aufstieg, ein letztes Stück Klettern an der Felswand (absolut ohne Sicherung möglich, auch Kinder schaffen das), atemberaubendes Panorama über das Salzkammergut und bis in die schönsten Alpen hinein (Highlight: Blick auf den Dachstein), und einen zweiten, ruhigeren Gipfel, den Frauenkopf.

Schober Mountain Austria

Wie lange dauert der Spaß?

Angeschrieben ist der Aufstieg mit 1.25 Stunden, in Wirklichkeit ist man aber locker schon in 40 – 50 Minuten oben. Der Abstieg kann etwas länger dauern, je nachdem, wie sicher man auf losen Steinen ist: leider liegt nämlich viel Schotter und so manche brauchen da schon wirklich lange dafür. Ansonsten einfach ein bisschen runter schlittern mit Spaß und auch etwas Vorsicht, dann geht’s auch schnell.

Schober Mountain Austria

Und wie ist der Weg so?

Anfangs mit vielen Wurzeln, Steinen und Baumstämmen – eine richtige Freude beim Aufstieg. Der letzte Teil dann eben kurz mit Drahtseil an der Wand hinauf, aber nicht zu steil oder schwierig. Aufpassen sollte man trotzdem. Hinunter geht es zuerst locker zum Frauenkopf (dabei an der Weggabelung kurz nach dem Schober-Gipfel einfach den Weg nehmen, der nach rechts und etwas weiter oben führt), danach wird es voller Schotter. Das gefällt nicht jedem – im Zweifelsfall also besser wieder den Aufstieg zum runter gehen nutzen.

Schober Mountain Austria

Sonst noch was?

Als wir Kinder waren, hatten wir einen kleinen Dackel. Der musste auch auf den Schober mit, aber mit seinen kurzen Beinen war das gar nicht so einfach. Klettern? Eher schwierig. Mein Papa hat sich den dann einfach kurzerhand unter den Arm gesteckt und ist einhändig auf den Schober gekraxelt. Seither in meinen kleinen Mädchenaugen: der größte Held. Und der Hund hat sich auch gefreut.

Ach ja, eine nützliche Information hab ich auch für euch: Beim Parkplatz steht auch ein Gasthaus. Für die Stärkung nach der Wanderung.

Schober Mountain Austria

Und wie komme ich da hin?

Am besten mit dem Rad oder dem Auto. Wir kommen immer über Thalgau: dafür einfach über die Autobahn oder halt wie es am besten passt nach Thalgau, dann durch den Ort hindurch Richtung Fuschl weiter. Es geht über den Berg, vorbei am Alpenblick Aussichtspunkt, und man folgt einfach der Straße so lange bis es links zur Ruine Wartenfels geht. Der Straße einfach folgen, bis man ansteht: das ist der Parkplatz.

Höhenmeter: 400hm
Höchster Punkt: Schober, 1328m
Dauer: 1.5 – 2 Stunden (Rundweg)
Beste Bedingungen: trocken, denn die Felsen können sehr rutschig werden!

Schober Mountain Austria

Schober Mountain Austria

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