Sonntagsschmankerl 07

erstellt am: 04.09.2016 | von: vanndann | in: Sonntagsschmankerl, Und So

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Ich lebe momentan dreigeteilt, so fühlt es sich an. Die Abende und Morgen beim Vann Dann Mann, die Tage in Linz, in der Arbeit. Und die freien Momente? In Salzburg. Mein Kopf ist überall so ein bisschen dabei, ganz sicher, wo wir daheim sind, ist er sich noch nicht. Mein Körper schreit nach Sport, meine Finger wollen mehr tippen, viel mehr, meine Seele sehnt sich schon nach ein bisschen Ruhe. Da winken zwei Reisen und eine Weitwanderung am Ende des Monats ganz verlockend zu mir herüber.

So richtig trau ich mich aber noch nicht ganz heran, an die Vorfreude. Lieber auf das Hier und Jetzt konzentrieren. Und das sieht so aus:

Salzburg Schmankerl Sonntag

  • Huuuuuuui: Endlich eine Wohnung für den Herbst gefunden! Ich werde nicht obdachlos sein, und das ist ja schon mal ein sehr schönes Gefühl. Da hat man was zu feiern.
  • Pfuuuuuuui: McDonald’s wirbt mit “Spare nicht beim Wasser, spare lieber beim Essen!” und ähnlichen dummen Sprüchen, bei denen ich am liebsten jedes Mal den Radio aus dem Fenster schmeißen möchte. Doch, spare beim Wasser, das ist umweltfreundlicher. Und gönne dir regionales, ungespritztes BIO-Essen. Auch wenn’s ein paar Euro mehr kostet.
  • Angesehen: Diesen Typen, der mit 2000 Murmeln Musik macht und dabei eine solche Freude versprüht, dass man gleich mitmachen will. Und das hier von OK Go, wo man sich fast das Making-Of dazu gönnen sollte. Weil, aus Gründen. Ach so, und die Fotos von Lena Dunham und Jemima Kirke für Lonely Label, die ja wohl eh schon jede:r gesehen hat. Trotzdem sind sie einfach BAMFs, die zwei.
  • Gelesen: Haut an Haut von Sabine Scholl, bei dem ich sehr froh bin, dass es nicht mein erstes ihrer Bücher war – ich hätte vielleicht sonst keine weiteren Werke von ihr gelesen. Das wäre ja schade, weil wie gut Die Füchsin Spricht eigentlich ist, wissen wir ja.
  • Gehört: Sehr viel Gutes übers Rote Kreuz. Sehr beeindruckend.
  • Geklickt: Maria schreibt auf Lvustprinzip über Geographische Polygamie, die ich nur zu gut nachvollziehen kann. Annika von Midnight Blue Elephant teilt ihre Gedanken zum Thema “meet the locals” auf Reisen: “I wonder that even though I come with the best intentions if ‘meeting the locals’ hasn’t just become a zoo visit for amateur anthropologists.” Maddie von Daria Daria schreibt über den Sexismus, den sie wegen ihres Septums zu spüren bekommt, und bringt das Problem treffend auf den Punkt: “Wir Frauen sind Schuld daran, dass wir Männer verwirren, dass wir ihnen plötzlich nicht mehr gefallen, oder doch sexy sind.” Warum können wir nicht immer so sein, wie es Männern gefällt? Leandra Medine schreibt auf Man Repeller darüber, auch als dünne Person Körperstellen zu haben, die man erst lieben lernen muss. Plus, zum Abschluss, ein kritischer Artikel zur Heiligsprechung von Mutter Theresa in der Huffington Post: “Her image is entirely circumscribed by colonial logic: that of the white savior shining a light on the world’s poorest brown people.” Preach it, sister.

Damit verabschiede ich mich auch schon wieder in meine Dreigeteiltheit. Und hoffe mal, dass ich in den nächsten Wochen wieder ganz zu mir finde.

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